Meine Ansicht zum iPad, oder wie ich es nenne: iPod-GIANT

Auch ich habe als Apple-Fanboy gestern Abend die Keynote angeschaut und war gespannt, was Steve seinen Jüngern beschert. Im Vorfeld hatte ich schon gemutmaßt, dass das neue Device von Apple sicher ein iPhone-GIANT werden würde und während der Keynote wurde ich sogar noch eines Besseren belehrt, denn es wurde im Grunde "nur" ein iPod-GIANT mit der Option auf ein iPhone, wobei hier die Konnektivität sich nur auf Daten beschränkt. Ist ja auch logisch, denn wer will sich so einen "Brocken" ans Ohr halten ;)
Was mich konkret stört ist der sehr breite Rahmen, die fehlenden Anschlussmöglichkeiten, die bei allen Net- und Notebooks heutzutage Standard sind und natürlich das noch nicht vorhandene Multitasking. Die Adapterlösungen finde ich nicht so gelungen, denn will ich beispielsweise eine Tastatur anschließen, muss ich mir das komplette Dock mit Tastatur zulegen. Besser wäre hier eine USB-Schnittstelle gewesen, meinetwegen auch als Mini-USB um die Bauhöhe gering zu halten. Apple preist das iPad als eBook-Reader an. Ich als Kindle-User habe aber an dieser Stelle Bedenken, dass das wirklich entspanntes Lesen verspricht, denn das Display leuchtet einen an. Gut bei schwachem Licht, denn das ist ein Nachteil des Kindle, aber schlecht bei Tageslicht oder gar Sonnenlicht. Hier dürfte die Lesbarkeit nicht optimal sein. Das sind aber nur Vermutungen. Dennoch ist das clever von Apple gemacht, denn nun kommt im ITunes-Store eine weitere Sparte hinzu, mit der sich Geld verdienen lässt. Das Beispiel der NYT ist auf den ersten Blick beeindruckend, bei genauerer Betrachtung aber im Moment nicht realistisch, denn welche klassische Zeitung liefert schon mutlimediale Inhalte? Mit der Tastatur könnte ich mich glaube ich auch nicht so recht anfreunden, denn ich fühle gerne etwas beim Tippen. Beim iPad tippt man quasi auf einer Glasplatte ohne, höchstens mit akustischem Feedback. Aber: ... YES, there is an adapter for :D Es gibt noch einige Sachen, die mich am iPad stören, aber ich betrachte es zunächst als ersten Versuch und warte auf die Weiterentwicklungen. Ich bin zwar ein early adopter, aber hier werde ich in der ersten Runde aussetzen und warten, bis sich das System weiter entwickelt, denn erst wenn Multitasking möglich ist und es auch spezielle für´s iPad entwickelte Apps geben wird, ist es interessant für mich. Ansätze bei iWork sind ja schonmal vorhanden und sahen auf den ersten Blick nicht schlecht aus. Auf die hochgepixelten Apps vom iPad-Nano (iPhone) habe ich keine Lust. Alles in allem war meine Erwartungshaltung recht hoch, wodurch auch sicher ein Teil meiner Enttäuschung herrührt. Steve war mir nicht visionär genug. Apple ist daher noch nicht der große Wurf gelungen und ich bin mir auch nicht sicher, ob sich das geschlossene System unter Apples strengen Augen so rasant weiterentwickeln wird. Mit dem iPhone hat Apple damals einen Markt aufgestoßen und die Mitbewerber waren überrascht. Bei den Tablet-PCs hängen sie meiner Ansicht nach ein bissl hinterher, denn man bedenke, dass Windows schon eine ganze Weile Tablet-PCs mit Touchscreen unterstützt. Die haben sich aber leider nicht so durchgesetzt. Es bleibt nun abzuwarten, ob Apple das Kunststück gelingt, diese Art von Device zu etwablieren. Momentan höre ich "Limit" von Frank Schätzing, das in der nahen Zukunft spielt. Hier werden Geräte mit durchaus realistischen aber echt genialen Features wie zum Beispiel ein integrierter Projektor beim Handy verwendet. DAS sind vorausschauende Features, aber okay, warten wir die weiteren Entwicklungen ab.1 comment
Jan 28, 2010
Marco Luciano said...
Ich glaube auch, dass Apple da zu wenig gewagt hat. Ein anständiges OS hätte mehr Potenzial geboten, sowohl für User als auch Developer. Ein Kindle-iPod-Touch-Verschnitt für den schmalen Geldbeutel macht mich nicht an..

